Das Lüfterlager ist eine Lagerart, die sich auf den Lagertyp bezieht, der im Lüfter des luftgekühlten Kühlers verwendet wird.
Im Maschinenbau gibt es viele Lagertypen, in Kühlern werden jedoch nur wenige verwendet: Gleitlager, Kugellager und Kombinationen beider Lagertypen. In den letzten Jahren haben führende Kühlerhersteller neue Lagertechnologien eingeführt, darunter Magnetlager, Wasserwellenlager, Magnetkernlager und Scharnierlager. Herkömmliche luftgekühlte Kühler verwenden hauptsächlich ölgetränkte Lager und Kugellager.
Ölgetränkte Lager sind Gleitlager, die Gleitreibung nutzen. Schmieröl dient als Schmierstoff und Reibungsminderer. Anfangs sind sie geräuscharm und kostengünstig in der Herstellung. Allerdings verschleißen diese Lager stark und ihre Lebensdauer ist deutlich geringer als die von Kugellagern. Bei längerem Gebrauch verdunstet das Schmieröl aufgrund der Öldichtung (für Computerkühler kann keine hochwertige Öldichtung verwendet werden, üblicherweise kommt eine einfache Papierdichtung zum Einsatz). Zudem dringt Staub in das Lager ein, was zu einer geringeren Lüfterdrehzahl, erhöhter Geräuschentwicklung und weiteren Problemen führt. Im Extremfall verursacht der durch den Lagerverschleiß bedingte Lüfterlauf eine Exzentrizität, die starke Vibrationen zur Folge hat. Treten diese Probleme auf, muss entweder die Öldichtung geöffnet und das Öl nachgefüllt oder der Lüfter ausgetauscht werden.
Das Kugellager verändert die Reibungsart des Lagers und nutzt Rollreibung. Dadurch wird die Reibung zwischen den Lagerflächen effektiver reduziert, die Lebensdauer des Lüfterlagers deutlich verlängert und somit auch die des Kühlers. Der Nachteil besteht in dem komplexeren Herstellungsverfahren, das zu höheren Kosten und einem lauteren Betriebsgeräusch führt.