Die Details der Konstruktionsplanung dürfen nicht außer Acht gelassen werden. Besteht ein Bauteil aus Materialien mit exakt gleicher Festigkeit und betrachtet man lediglich die Dicke, so wird die Belastungsgrenze des Bauteils am schwächsten Punkt der Konstruktion erreicht. Das heißt, wir sollten nicht nur die Dicke des dicksten, sondern auch des dünnsten Teils berücksichtigen. Das Ergebnis mag völlig anders ausfallen; dies dient lediglich der Korrektur eines Missverständnisses. Es sollte jedoch nicht zu einer Bewertungsmethode für Scharniere missbraucht werden, um diese lächerlich zu machen – das wäre nicht angebracht.
Die Materialfestigkeit ist wichtiger
Die Festigkeit eines Bauteils lässt sich heutzutage nicht mehr allein durch seine Dicke definieren. Sie ist untrennbar mit Material, Fläche, Konstruktion und Fertigungsprozess verbunden. Ähnlich wie bei der Festigkeit verschiedener Karosserieteile bestehen die Schlüsselelemente wie die vorderen und hinteren Träger sowie die Säulen A, B und C aus hochfesten Materialien, während andere Stütz- und Verkleidungsmaterialien weniger fest sind.
Wie lässt sich also feststellen, ob Türscharniere ausreichend stabil sind? Für Verbraucher gibt es keine eindeutige Antwort, da die Festigkeitsdaten experimentell ermittelt werden müssen. Sie können jedoch sicher sein, dass das Produkt, um im Handel erhältlich zu sein, den nationalen Normen entspricht. Die aktuelle nationale Norm für Türscharniere heißt GB15086_2006 „Leistungsanforderungen und Prüfverfahren für Autotürschlösser und Türverriegelungen“. Sie schreibt vor, dass Türscharniere einer Längslast von 11.000 N und einer Querlast von 9.000 N standhalten müssen.