Die Hauptaufgabe des Stoßfängers besteht darin, Fußgänger zu schützen: Da Fußgänger eine besonders schutzbedürftige Gruppe darstellen, kann ein Kunststoffstoßfänger die Aufprallkraft auf die Beine der Fußgänger, insbesondere auf die Waden, abmildern und durch eine vernünftige Gestaltung des Frontbügels den Schweregrad von Verletzungen bei einem Zusammenstoß verringern.
Zweitens dient es dazu, den Verlust von Fahrzeugteilen bei einem Hochgeschwindigkeitsaufprall zu verringern. Ist der Stoßfänger schlecht konstruiert, können die Schäden an diesen Teilen bei einem Unfall schwerwiegend sein.
Warum sind die Stoßstangen aus Kunststoff und mit Schaumstoff gefüllt?
Tatsächlich wurden Stoßstangen früher aus Stahl gefertigt, später stellte man jedoch fest, dass die Funktion der Stoßstange hauptsächlich im Schutz von Fußgängern besteht, weshalb der Wechsel zu Kunststoff naheliegend ist.
Einige crashsichere Stahlträger werden mit einer Schaumstoffschicht überzogen, die den Spalt zwischen dem Harzstoßfänger und dem crashsicheren Stahlträger ausfüllt, damit der Stoßfänger von außen nicht so "weich" ist. Der tatsächliche Effekt tritt bei sehr niedriger Geschwindigkeit und sehr geringer Krafteinwirkung ein, sodass keine Wartung erforderlich ist.
Je tiefer der Stoßfänger, desto höher die Reparaturkosten:
Laut einem Bericht des IIHS sinken die Reparaturkosten mit höherer Stoßstange. Bei vielen Pkw ist die Stoßstange jedoch sehr niedrig, sodass sie bei Kollisionen mit SUVs oder Pickups nicht ausreichend Schutz bietet und auch andere Fahrzeugteile relativ stark beschädigt werden.
Die Reparaturkosten für die vordere Stoßstange sind höher als die Reparaturkosten für die hintere Stoßstange.
Zum einen umfasst die vordere Stoßstange mehr Teile des Autos, während die hintere Stoßstange nur relativ minderwertige Komponenten wie Rückleuchten, Auspuffrohre und Kofferraumklappen umfasst.
Zweitens, da die meisten Modelle so konstruiert sind, dass sie vorne niedrig und hinten hoch sind, bietet die hintere Stoßstange einen gewissen Höhenvorteil.
Niedrigfeste Stoßdämpfer können den Aufprall abfangen, während hochfeste Stoßdämpfer die Rolle der Kraftübertragung, -verteilung und -dämpfung übernehmen und schließlich auf andere Strukturen der Karosserie übertragen, die dann auf die Festigkeit der Karosseriestruktur angewiesen sind, um Widerstand zu leisten.
In den USA wird der Stoßfänger nicht als sicherheitsrelevantes Bauteil betrachtet: Das IIHS in den USA sieht den Stoßfänger nicht als sicherheitsrelevantes Bauteil, sondern als Zubehör zur Schadensminderung bei Kollisionen mit niedriger Geschwindigkeit. Daher basiert die Stoßfängerprüfung auch auf dem Konzept der Schadens- und Wartungskostenreduzierung. Es gibt vier Arten von Stoßfänger-Crashtests des IIHS: Frontal- und Heckaufpralltests (10 km/h) sowie Seitenaufpralltests (5 km/h).