Der Fahrerairbag ist eine zusätzliche passive Sicherheitsvorrichtung für die Fahrzeugkarosserie, die zunehmend an Bedeutung gewinnt. Bei einer Kollision des Fahrzeugs mit einem Hindernis spricht man von einer Primärkollision, während bei einer Kollision des Insassen mit den Fahrzeuginnenteilen eine Sekundärkollision vorliegt. Während der Fahrt wird der Insasse auf einem Luftkissen geschleudert, um den Aufprall abzufedern und die Kollisionsenergie zu absorbieren, wodurch das Verletzungsrisiko verringert wird.
Airbagschutz
Der Fahrerairbag ist im Lenkrad integriert. In der Anfangszeit der Airbag-Technologie war üblicherweise nur der Fahrer mit einem Airbag ausgestattet. Mit zunehmender Bedeutung von Airbags verfügen die meisten Modelle heute über Fahrer- und Beifahrerairbags. Diese schützen Kopf und Brust von Fahrer und Beifahrer bei einem Unfall effektiv. Denn ein heftiger Frontalaufprall führt zu einer starken Verformung des Fahrzeugs, und die Insassen werden durch die Wucht der Bewegung nach vorne geschleudert. Dabei kann es zu Kollisionen mit den Fahrzeuginnenteilen kommen. Darüber hinaus verhindert der Fahrerairbag, dass das Lenkrad bei einem Aufprall auf die Brust des Fahrers trifft und beugt so schweren Verletzungen vor.
Wirkung
Prinzip
Sobald der Sensor den Aufprall des Fahrzeugs erkennt, zündet der Gasgenerator und erzeugt Stickstoff bzw. setzt komprimierten Stickstoff frei, um den Airbag zu füllen. Beim Kontakt des Insassen mit dem Airbag wird die Aufprallenergie absorbiert, um den Insassen zu schützen.
Wirkung
Als passive Sicherheitsvorrichtung sind Airbags aufgrund ihrer Schutzwirkung weithin anerkannt. Das erste Patent für Airbags wurde 1958 angemeldet. In den 1970er Jahren begannen einige Hersteller, Airbags zu entwickeln, die das Verletzungsrisiko für Insassen bei Kollisionsunfällen verringern konnten. In den 1980er Jahren begannen Automobilhersteller schrittweise mit dem Einbau von Airbags. In den 1990er Jahren stieg die Anzahl der verbauten Airbags sprunghaft an. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts sind Airbags Standard in Pkw. Seit ihrer Einführung konnten viele Leben gerettet werden. Studien haben gezeigt, dass bei einem Frontalaufprall eines mit Airbag ausgestatteten Fahrzeugs die Todesrate der Fahrer bei großen Pkw um 30 %, bei mittelgroßen Pkw um 11 % und bei kleinen Pkw um 20 % sinkt.
Vorsichtsmaßnahmen
Airbags sind Einwegprodukte
Nach dem Auslösen des Airbags ist dieser funktionsunfähig und muss zur Reparatur an den Hersteller zurückgeschickt werden. Die Kosten für Airbags variieren je nach Modell. Der Einbau eines neuen Airbags inklusive Auslösesystem und Steuergerät kostet etwa 5.000 bis 10.000 Yuan.
Platzieren Sie keine Gegenstände vor, über oder in der Nähe des Airbags.
Da der Airbag im Notfall ausgelöst wird, dürfen keine Gegenstände vor, über oder in der Nähe des Airbags platziert werden, um ein Auslösen und damit verbundene Verletzungen der Insassen zu verhindern. Beim Einbau von Zubehör wie CD-Playern und Radios in Innenräumen sind die Herstellervorgaben zu beachten. Die zum Airbagsystem gehörenden Teile und Schaltkreise dürfen nicht eigenmächtig verändert werden, um die ordnungsgemäße Funktion des Airbags nicht zu beeinträchtigen.
Seien Sie beim Einsatz von Airbags für Kinder besonders vorsichtig.
Viele Airbags sind für Erwachsene konzipiert, sowohl hinsichtlich ihrer Position als auch ihrer Höhe im Fahrzeug. Beim Auslösen des Airbags können Kinder auf dem Vordersitz verletzt werden. Es wird daher empfohlen, Kinder in der Mitte der Rückbank zu sichern.
Achten Sie auf die tägliche Wartung der Airbags.
Das Armaturenbrett des Fahrzeugs ist mit einer Airbag-Kontrollleuchte ausgestattet. Normalerweise leuchtet die Kontrollleuchte beim Einschalten der Zündung (Position ACC oder ON) für etwa vier bis fünf Sekunden zur Selbstprüfung auf und erlischt dann. Leuchtet die Kontrollleuchte dauerhaft, liegt ein Fehler im Airbagsystem vor, der umgehend behoben werden muss, um eine Fehlfunktion oder ein unbeabsichtigtes Auslösen des Airbags zu verhindern.